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Leider fällt der diesjährige Tag der offenen Tür mit der Installation der neuen Kameras für die H.E.S.S.-Teleskope in Namibia zusammen. Daher hier eine kurzer Spezialblog zum Fortschritt der Arbeiten hier unten im Khomas-Hochland in Afrika.

Zunächst ist zu bemerken, dass wir uns sehr anstrengen, ein angemessenes Foto herzustellen, das unsere aufrichtige Teilnahme am Tag der offenen Tür authentisch transportiert. Dazu reicht ein normales Foto natürlich nicht, und wir haben  Unknown User (marko.kossatz)' Drohne auf den Plan gerufen, um von uns eine Luftaufnahme zu machen. Selbstverständlich muss darauf anständig gewinkt (oder gewunken?) werden.

Hier ist der erste Versuch:

Welche Passion! Aber die Drohne war falsch programmiert. So ist das, wenn man in der Wildnis neue Hardware installiert und die Software von Physikern handgemacht wird. Und nebenher Union Berlin den Karlsruher SC eisern mit 4:0 bearbeitet (U.N.V.E.U.!). Marko (Ingenieur, unschuldig) musste zwei Flügel austauschen, die gebrochen waren, dann nochmal:

Wir winken, falls man es nicht erkennt. Passion für die Weiten des (Gammastrahlen-)Universums und der dafür notwendigen Hochtechnologie brennt in unseren Augen. Außerdem stehen wir vor der Kamerahütte der fast fertiggestellten, vierten und letzten Kamera des Teleskops 4 ("CT4") der H.E.S.S.-Teleskope. Im Hintergrund das große, beeindruckende 28-Meter CT5-Teleskop. Das haben wir aber nicht angefasst. Daher muss ein weiteres Bild her, wo alle von uns bearbeiteten Teleskope zu sehen sind. Voilà:

Auch hier winken wir fleißig (immer noch links neben dem linken Teleskop). Unsere Begeisterung in den nach Zeuthen grüßenden Gesichtsausdrücken ist kaum zu überbieten! Rings um das große Teleskop sieht man jetzt alle vier kleinen Teleskope. Das rechte ist CT1, das haben wir im letzten Winter (Juli) modernisiert. Die anderen drei im September diesen Jahres. Seit heute ist alle größere Hardware (Elektronikboards, Schaltschränke, Pneumatiktüren, ...) etwa an dem Platz, wo sie sein soll, alles läuft soweit gut und wir sind unserem Plan ein gutes Stück voraus. Ob alles funktioniert, ist bisher noch unbekannt, aber das ist einer der Aspekte, die wir dann in den kommenden 1-2 Wochen noch untersuchen werden. Anschließend kommt dann ein Softwareteam und übernimmt die Inbetriebnahme der automatischen Datennahme. Anfang nächsten Jahres beginnt der Routinebetrieb und die Suche nach den Teilchenbeschleunigern des Universums kann weitergehen. So der Plan.

Zur Sicherheit hatte ich übrigens auch noch dieses Gruppenfoto mit einer herkömmlichen Spiegelreflexkamera gemacht:

 

Der Kontrast gestaltet sich schwierig, aber die Sonne lacht auf jeden Fall fast übermütig ob unserer Antlitze. Was bleibt sind ein paar Schnappschüsse aus den letzten Wochen:

 

Beste Grüße nach Hause,

Stefan Klepser, Projektleiter H.E.S.S.-Upgrade